23. November 2015

Behördenbegleitung

Zu Beginn der Asylbewerbung und beim Übergang in einen neuen Status z.B. nach Anerkennung als Asylberechtigter, als Flüchtling oder im Zusammenhang mit einer drohenden oder stattgefundenen Ablehnung des Asylbegehrens sind sehr viele Behörden-besuche notwendig. Dasselbe bei der Aufnahme einer Ausbildung oder Arbeit und bei Geburt eines Kindes, bei Heirat usw. Asylbewerber tun sich i.d.R. sehr schwer mit unserem Behördendickicht und mit unserer Behördensprache. Das Deutsch in Formularen verstehen sie nicht, auch wenn schon gute Deutschkenntnisse vorhanden sind.
Persönliche Asylpaten sollten deshalb zeitnah überlegen, ob sie für ihren Schützling/ihre Familie/Gruppe die Behördenbegleitung selbst wahrnehmen wollen, oder einen anderen Helfer um Behördenbegleitung bitten wollen. In diesem Fall empfiehlt es sich, den Behördenbegleiter mit dem Asylbewerber vorher bekannt zu machen.

Im Helferkreis sind mehrere Personen als Behördenbegleiter tätig. Diese bestimmen selbst die Menge ihres Einsatzes. Allerdings sollten sie übernommene Aufgaben zu Ende führen. Einsatzmöglichkeiten untertags und unter der Woche sind dabei unabdingbar. Für die Begleitung zu Therapeuten, zu Anwälten und zu Anhörungen im Bundesamt ist eine besondere Vorbereitung durch die Leiterin AK-Asyl notwendig.

Aufgaben als Behördenbegleiter/-in:

  • Ordnen persönlicher Dokumente nach Art der Dokumente/Befunde/Schreiben, zeitliche Ordnung und Anlage eines Ordners mit den unterschiedlichen Kapiteln
  • Überblick verschaffen über Dringlichkeit von Vorgängen in Abstimmung mit Asylsozialberatung
  • Beratung des weiteren Vorgehens mit dem Asylbewerber selbst und mit der Leitung AK-Asyl, den Paten und dem individuellen Asylsozialberater.
  • Bei Bedarf Einsatz eines Rechtsanwaltes über Leitung AK-Asyl
  • Begleitung zu Behördenterminen
  • Rückmeldung von Ergebnissen und Vereinbarungen in den Behörden an Asylpaten und Leitung AK-Asyl
  • Dokumentation der Ergebnisse im persönlichen Ordner